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Der Unterstufenchor des Corvinianum

Derzeit singen ungefähr 50 Jungen und Mädchen aus den fünften, sechsten und siebten Klassen im Unterstufenchor. Die Proben finden immer montags in der 7. und 8. Stunde in der Aula 1 unter der Leitung von Musiklehrerin Hella Janssen statt.

Im August 2005 wurde der Unterstufenchor ins Leben gerufen. Seitdem sind die Jüngsten unserer Schule mit viel Begeisterung und Freude beim Singen dabei und schaffen eine große Einheit geprägt von Freundschaften und Musikalität, die über die Klassen- und Jahrgangsgrenzen hinausgeht.

Es werden hauptsächlich deutsch- und englischsprachige Lieder gesungen, wobei es sich meistens um Songs aus Musicals, Gospel und Popmusik sowie um fetzige deutschsprachige Lieder handelt. Doch auch das „klassische“ Segment mit ernsten Kompositionen sowie Volksliedern tritt in Erscheinung. Die Lieder werden ein- oder mehrstimmig gesungen und in der Regel vom Klavier und Schlagwerk begleitet.

In der Regel wird die Chor-AG zu Beginn des Schuljahres angewählt, doch „Nachzügler“ dürfen gern nach Rücksprache mit Frau Janssen zum Chor dazustoßen.

Das Repertoire

Zu den bereits gesungenen Liedern zählen z.B.

DEUTSCHSPRACHIGE LIEDER: Zwei kleine Wölfe, Jada, Shalala, El Chico Chico, Sambabrasil, Tangostunde; Komm lieber Mai und mache, Es geht eine helle Flöte, Abends will ich schlafen gehn

ENGLISCHE LIEDER: Barbara Ann, Mamma Mia

GOSPELS: Go down Moses, Siyahamba, Freedom Is Coming, Heaven Is a Wonderful Place

MUSICALS: Probier’s mal mit Gemütlichkeit, Little Shop of Horrors, Starlight Express, Can You Feel the Love Tonight, Summer Nights, Das Gespenst von Canterville

WEIHNACHTLICHES: Es ist für uns eine Zeit angekommen, Haben Engel wir vernommen, Du bist der Weihnachtsmann, Last Christmas

Auftritte

Größere Veranstaltungen, an denen der Chor teilgenommen hat:

  • Musikalische Abende jährlich seit 2005
  • Kinderchorfestival „Kleine Leute, große Lieder“, 29.10.2005
  • Konzert mit Schulchor „ars musica vocalis“ und Chor der 21. Tallinner Schule, 2.11.2005
  • Aufführung des Musicals „Die Rache der Igel“ (Mechthild von Schoenebeck), 26.1., 27.1., 6.2.2006  UNTERLINK 1
  • Aufführung der Kinderoper „Die Regentrude“ (Nina Rausch, Wolfram Öttl, nach Theodor Storm) mit der Theater-AG „Die Zündhölzer“, 12.10.2006  UNTERLINK 2
  • Aufführung des Singspiels „Der Rattenfänger von Hameln“ (Günther Kretzschmar), 12.9.2007

Im Juni 2010 ist eine gemeinsame Aufführung mit der Unterstufen-Theatergruppe „Die Zündis“ geplant.

Presse

„Die Rache der Igel“ (2006)

Musical des Corvi-Unterstufenchors begeisterte Mitschüler und Eltern

NORTHEIM. Die Igel dreh­ten den Spieß um: Wie Spiel­zeugautos zerquetsch­ten sie die Autos, als sie durch Zau­beräpfel zu Riesen-Igeln he­ran­gewach­sen waren. Auf der Bühne der Aula des Nort­heimer Gym­na­siums Corvi­nianum spiel­te sich die Ge­schichte ab. 300 Eltern und Ge­schwister waren begeistert vom ersten Musical „Die Ra­che der Igel“ des Unter­stu­fenchores.

„Wir Igel sind jetzt sauer, wir brauchen Igel-Power“, sagten die zwölf Igel und gingen zum „Professor Spitz­igel“, der riet, nur rote Apfel zu essen, um zu wachsen. Die Menschen­kinder solidari­sier­ten sich mit den Igeln. Der Hinweis am Ende des Stücks, dass die Autos der erwachse­nen Be­sucher vor dem Schul­gebäude auch von großen Igeln zertrampelt waren, er­wies sich natürlich als Flun­kerei.

50 Kinder aus dem fünften bis siebten Jahrgang wirkten mit. „Seit dem Sommer ha­ben wird das Stück einstu­diert“, erläuterte Musikleh­re­rin Hella Buske, die die Schüler in der AG einmal in der Woche unterrichtet. Zehn Lieder wurden geprobt, und für die Schauspielerrollen veran­stal­tete die Lehrerin ein Casting. „Wer eine Rolle wollte, hat auch eine bekom­men“, sagte sie. „Das Stück schweißte die Gruppe zusam­men“, er­kann­te Buske. So seien Jahr­gang übergreifende Freund­schaften entstanden und das Lehrer-Schüler-Ver­hältnis habe sich geändert. „Ich war ziemlich aufgeregt“, verriet Luise Jelinek, die den „Wütigel“ spielte. Bezogen auf die vielen Proben sagte He­lena Walter: „Es war ziem­lich viel Arbeit“.

Nach dem Auftritt für die Er­wachsenen am Abend und den fünften Klassen tags da­rauf wird das Musical in Aus­schnitten beim Tag der offenen Tür des Corvis zu sehen sein. Der Chor wird am Musikalischen Abend der Schule teilnehmen, der am 29. und 30. März in der Stadt­halle stattfinden wird. (zsv)

Quelle: HNA, 2. Februar 2006

 

„Die Regentrude“ (2006)

Ohne Scheu vor Gefühlen

Brechend voll war das aufwendig dekorierte Forum des Northeimer Gymnasiums Corvinianum, als die Kinderoper Regentrude von Nina Rausch und Wolfram Oettl nach Theodor Storms Märchen aufgeführt wurde. Darsteller schleppten vor der Premiere noch Stühle heran.

Die Sprechrollen wurden von älteren Schülerinnen und Schülern, der Theater-AG „Die Zündhölzer" dargestellt, während deren Lieder und die Chöre vom Unterstufenchor und Solisten daraus gesungen wurden. Dieses Konzept ging auf, zumal es die Darsteller schafften, während der Lieder in ihrer Pose zu verharren, ohne dass es steif oder unnatürlich wirkte. Die jungen Liebenden Maren und Andres wurden von Rieke Bruns und Peter ter Meulen hinreißend und ohne Scheu vor Gefühlen überzeugend verkörpert. Köstlich war Marens Vater, der gierige, üppig gepolsterte Wiesenbauer (Kai Padberg). Ann-Kathrin Lehr spielte die Rolle als Andres Mutter zwar auch gut, aber ihr Kostüm, ein langes, schulterfreies Sommerkleid, war nicht geeignet, eine arme Witwe darzustellen. Patrizia Müller war eine gute Erzählerin. Eine würdige, in ihrem schillernden Kostüm überwältigende Erscheinung war Rubi Schmitz als Regentrude. Im Gespräch äußerte sich die 16-Jährige über das Projekt, das ältere und jüngere Jahrgänge zum ersten Mal zusanunengeführt hat. Das ist mal etwas Neues. Ich finde es gut, dass die Bindung zwischen den Jahrgängen, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben, aufgefrischt wird." Am Anfang war das Projekt nicht unumstritten, erzählte Heinz Weyhing, der die Theater-AG leitet. Zunächst hat der eine oder andere vielleicht die Nase gerümpft, ein Märchen spielen zu müssen. Aber mit der Zeit haben sie hoffentlich gemerkt, dass ein Märchen viel bessere Chancen bietet, aus sich herauszugehen, als beispielsweise ein Krimi."

Klasse Instrumentalensemble

Die Leiterin des Unterstufenchores und des Instrumentalensembles, Hella Janssen. war nach der erfolgreichen Aufführung, die mit lang anhaltendem, tosendem Applaus belohnt wurde, begeistert. "Es war ein toller Einstieg für die Fünftklässler im Chor, die ihr Schulleben im Corvi gleich mit einer Aufführung beginnen konnten. Und das Instrumentalensemble war wie immer Klasse." Die übrigen Mitwirkenden, Pfarrer, Feuervogel Eckepenn, Schaf, Dorfkinder, die Jahreszeiten am Brunnen, der große rote Vogel und die tanzenden kleinen Vögel, Choristen und Instrumentalisten sowie Bühnenbildner und Tonmeister, waren so zahlreich, dass ihre Namen nicht alle wiedergegeben werden können. Im ansprechenden Programm waren sie alle aufgeführt.

Quelle: Anne-Lise Eriksen / HNA Northeim