Wenn Corvi-Schüler die Wahl haben...

In der Woche vom 16.9. bis 20.9.2013 war es wieder so weit: Parallel zur Bundestagswahl standen die Juniorwahlen an. Auch am Corvininaum wurden diese, in Form einer Online-Wahl, zum ersten Mal durchgeführt. Schüler von der 8. bis zur 12. Klasse hatten die Möglichkeit, sich in die Demokratie miteinzubringen. Die Ergebnisse des Corvinianums, sowie aller Schulen insgesamt, sah wie folgt aus:

Auszählung der Zweitsimmen am Corvinianum 2013

Zweitsimme

Stimmen

Prozent

CDU

223

32,8%

SPD

151

22,2%

GRÜNE

120

17,6%

PIRATEN

47

6,9%

FDP

34

5,0%

NPD

27

3,9%

Tierschutzpartei

19

2,7%

AfD

19

2,7%

DIE LINKE

14

2,0%

PCB

10

1,4%

FREIE WÄHLER

4

0,5%

MLPD

3

0,4%

Die Wahlergebnisse am Corvinianum unterschieden sich von den Wahlergebnissen ganz Deutschlands nur in folgenden Punkten: Die CDU (32,8%) erhielt 5% mehr Stimmen, die Piraten (6,9%) hingegen rund 6% weniger. Die SPD erhielt ebenfalls 22,2%, die FPD 5,0%. Sonstige Parteien bekamen ungefähr 10% der Stimmen.

Im Gegensatz zu den Endergebnissen der offiziellen Bundestagswahl, erhielt die CDU am Corvinianum ungefähr 20% weniger Stimmen, als in ganz Deutschland. Weiterhin bemerkenswert ist, dass die FDP, wenn es nach den Schülern ginge, nicht an der 5%-Hürde gescheitert und somit weiterhin im Bundestag vertreten wäre. Auch die Grünen wurden sowohl am Corvinianum, als auch an den teilnehmenden Schulen insgesamt, mit weitaus größerer Beteiligung gewählt. Ebenfalls auffallend ist die hohe Wahlrate der Piraten, welche an den Schulen ca. 10% mehr Stimmenanteil erhielten. Sonstige Parteien wurden mit 10,9%, einer verhältnismäßig großen Anzahl von Stimmen, gewählt.

Die Auswertung der Erststimmen, d.h. die Stimmen direkt für den Wahlkreiskandidaten der Parteien des Wahlkreises 52, wies am Corvinianum einen, den offiziellen Wahlen gegenüber, erheblichen Unterschied dauf: Mit 50,5% der Stimmen lag Dr. Roy Kühne (CDU) weit vor Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) mit 23,2% und Viola von Cramon-Taubadel (Grüne) mit 11,3% der Stimmen. Bei der offziellen Bundestagswahl hingegen, hat Dr. Priesmeier mit einer 0,4% größeren Wahlrate vor Dr. Kühne triumphiert.

Eines lässt sich also mit Sicherheit sagen: Wenn Schüler die Wahl hätten, sähe so Manches anders aus.

Bericht von Isabel S. und Tabea K.

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