Poetisch und politisch

Mit einer kleinen Show begannen die vier angereisten Slammer und machten deutlich: Authentisch, ehrlich und mit einer Portion Technik kann man zu beeindruckenden Ergebnissen kommen. 

Es schlossen sich Workshops an, in denen je ein Slammer, eine Slammerin eine Klasse übernahm und mit Schreibtechniken bekannt machte. Da wurde z.B. das Thema "Vielfalt" mit einem Stilmittel und einem Genre verknüpft. Mit Geduld, Fleiß und einem kreativen Flow kommt man schon damit zu beeindruckenden Ergebnissen. Tabea Wernicke führte das in vollendeter Weise vor, denn ihr Text handelte vom Schreiben eines PoetrySlam-Textes in einem PoetrySlam-Workshop.

Nach den Workshops wurden am Nachmittag freiwillig erste Ergebnisse präsentiert. Und es wollten so viele, dass nicht alle zum Zuge kamen. Überraschend war, dass neben ehrlichen Selbstauskünften auch versierte politische Texte präsentiert wurden, und das in überraschender Länge und Tiefe. Moderator, Leiter und Coach Felix Römer kommentierte das so: "Selbst wenn ich einfach nur die ganze Zeit durchgeschrieben hätte, wär mein Text nicht so lang geworden und schon gar nicht mit so viel Tiefgang."

Erstmals ist eine Klasse der KGS Moringen dabei, Stine Asmuth aus der 10G2 beeindruckte mit einem gereimten Text:

Manchmal, da wünschte ich, mein Leben wäre von vornherein niedergeschrieben
Würde mich freiwillig in eine Schublade schieben
Müsste mir keine Sorgen machen
Um all die Sachen, die ich hätt tun können
Denn mein Leben, das wäre vorherbestimmt

 

Die Zeichen stehen also günstig für den großen Finalabend am 16. Juni um 19 Uhr in der Stadthalle Northeim. Moderieren wird auch hier Felix Römer.

Alle Aktivitäten sind einem großzügigen Sponsorenteam um den Förderverein Corvi, die KSN, Stadt und Landkreis Northeim sowie den Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. zu verdanken! Veranstalter ist der Förderverein der Stadthalle Norheim e.V.

Karten? Die gibts für 5€ bei der HNA und der HALLO-Geschäftsstelle in der Fluth sowie bei Northeim Touristik und den Buchhandlungen Papierus und Grimpe. Für Schüler:innen sind die Karten kostenlos.

Text: Wolff, Fotos: Willmann, Wolff

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