Eine echte Erfolgsstory

7. März 2026

Vor drei Jahren etablierte Anne Bernhard, Lehrerin für Mathematik und Physik, Jugend forscht am Gymnasium Corvinianum. Seitdem nimmt eine wachsende Anzahl von Corvinianern mit großem Erfolg am renommiertesten bundesweiten MINT Wettbewerb teil. Jedes Jahr konnten sich die Corvi Jungforschenden und die Schulgemeinschaft über viele Preise, Regionalsieger und sogar Landessieger freuen und damit auch zeigen, was für kluge und kreative Köpfe es hier in der Region gibt.

In diesem Jahr überzeugten unsere Jungforschenden trotz teilweise sehr starker Konkurrenz beim teilnehmerstärksten Regionalwettbewerb Niedersachsens in Hildesheim. Im Fachgebiet Physik in der Juniorsparte traten zum Beispiel gleich zehn Projekte an, wobei drei durch Regionalsieger aus dem letzten Jahr durchgeführt wurden. Umso mehr freuen wir uns über zwei Regionalsiege in der Juniorsparte! Die vier Jungforschenden werden ihre Projekte im April beim Landeswettbewerb in Einbeck vom 09. - 11.04.2026 präsentieren.

Die diesjährigen Corvi-Jungforschenden-Erfolge beim Regionalwettbewerb im Überblick:

In der Juniorsparte traten fünf Projekt an:

Leara Schmidt (6b) hat die Flüssigkeitsüberleitung unter dem Kriterium der Viskosität untersucht. Leara konnte nicht nur durch ihre herausragende Präsentation, sondern auch durch eine sehr strukturierte schriftliche Ausarbeitung überzeugen. Mit einem zuverlässigen experimentellen Aufbau konnte sie hydrostatische Gesetzmäßigkeiten nachweisen und glänzte durch das Entwickeln kreativer Anwendungen ihrer Erkenntnisse. Sie erhielt dafür den 2. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt.            

Muhammed Aloui und Till Fricke (6e) haben in ihrer Arbeit die Wasserbelastung in Northeimer Gewässern im jahreszeitlichen Verlauf mit methodischer Präzision untersucht. An verschiedenen Messstellen sammelten sie über einen längeren Zeitraum nicht nur systematisch Proben, sondern werteten diese auch mit großer Sorgfalt und Fachkenntnis aus. Neue Forschungsfragen haben sie für sich schon formuliert. Dafür erhielten sie den 2. Preis im Fachgebiet Chemie und den Sonderpreis Umwelttechnik.

Johann Bernhard (6m) hat sich mit dem Bau und Vergleich von verschiedenen Messgeräten zur Bestimmung von Windgeschwindigkeiten beschäftigt. Dabei überzeugte er mit einer sehr guten experimentellen Arbeitsweise und einer hervorragenden statistischen Auswertung. Er erhielt dafür den 2. Preis im Fachgebiet Physik.    

Felix Breckle, Moritz Kretzschmar und Ole Eildermann (8a) haben die Jury mit ihrer Arbeit und ihrem Vortrag zu Spinnenfäden überzeugt. Ihr wissenschaftliches Vorgehen und ihre aufwendige Sammlung von Spinnenfäden beeindruckte durch großes Engagement. Das experimentelle Vorgehen war clever, strukturiert und zeitaufwändig. Dafür erhielten sie den 1. Preis im Fachgebiet Biologie und sind damit Regionalsieger!

Emne Aloui (9c) hat in ihrem Projekt die Massenänderung von Gummibärchen in verschiedenen Flüssigkeiten untersucht. Mit ihren Experimenten hat sie die Verdauungsrealität für verschiedene Gummibärchensorten in Kombination mit einer vielfältigen Auswahl beliebter Getränken modelliert. Mit ihrer systematisch, wissenschaftlichen Methodik, sowie der aussagekräftigen Darstellung und fundierten Interpretation der Ergebnisse hat sie die Jury nachhaltig beeindruckt.

Dafür erhielt sie den 1. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt und ist damit Regionalsiegerin!

 

In der Sparte Jugend forscht traten sieben Projekte an:

Bastian Koch und Vincent Schmidt (SF17) haben ihr vorhandenes Projekt einer Wasserrakete mit der Unterstützung eines 3D-Druckers verbessert. Sie haben hierbei die Treffergenauigkeit und Bedienbarkeit optimiert um die Rakete für Rettungszwecke einzusetzen. Sie erhielten dafür den 3. Preis im Fachgebiet Physik und den Sonderpreis der Robert Bosch GmbH.

Assja Bundstein und Romy Bundstein (SF17) haben sich ausgiebig mit der Nachhaltigkeit von Rasenflächen und alternativen Bepflanzungen beschäftigt und leisten damit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im heimischen Bereich. Dafür erhielten sie den 2. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt und den Sonderpreis Ressourceneffizienz und Zirkularität.

Lukas Fischer (SF17) zeigt mit seinem Feldversuch zur Bodenbearbeitung, wie man aus seinem täglichen Umfeld eine Forschungsarbeit ableitet, deren Ergebnis im eigenen familiären Betrieb direkten Nutzen bringt. Er erhielt dafür den 3. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt.

Domenic Justus, Nicholas Allweil und Shayan Zahedi (SF17) haben sich mit der Entwicklung einer autonomen Steuerung eines Fahrzeuges beschäftigt. Hierfür haben sie eine sehr gute theoretische Grundlage geschaffen und haben die Juroren so  überzeugt, dass sie den 3. Preis im Fachgebiet Mathematik/ Informatik erhielten.

Noa Zinn (SF17) konnte anhand von mehreren selbstgebauten Modellen anschaulich das Prinzip eines Ionenwindes erklären. Er hat demonstriert, dass ein Auftrieb mittels seines Versuchsaufbaus möglich ist. Die innovative Idee hat beeindruckt. Dafür erhielt er den 2. Preis im Fachgebiet Technik.

Noah Puscas und Maurice Giesler (SF17) untersuchten in ihrem Projekt zur Aerodynamik bewegter Objekte fundiert, wie strukturierte Oberflächen – etwa nach dem Vorbild eines Golfballs – den Luftwiderstand reduzieren und damit potenziell Energie in technischen Anwendungen eingespart werden kann. Dafür erhielten sie einen Buchpreis.

Jannis Ferber (11m) trat beim Regionalwettbewerb in Braunschweig an. Sein Projekt zeichnet sich durch die Beschäftigung mit Differentialgleichungen/ Mathematik, mit Federn durchgeführte Experimente und eine automatisierte Auswertung sowie eine strukturierte Präsentation aus. Dafür erhielt er einen Sachpreis.

Dr. Ralf Bernhard erhielt als Projektbetreuer den Sonderpreis für engagierte Talentförderung.

 

Jugend forscht - Forschergeist am Corvi

Entsprechend des Leitbilds des Gymnasium Corvinianum: DIE WELT ERFORSCHEN, PERSÖNLICHKEIT ENTFALTEN, GEMEINSAM HANDELN entwickeln die Jungforschenden echten Forschergeist und bringen ihre Ideen zum Leuchten.

Jugend forscht ist dabei kein klassisches AG-Angebot, sondern folgt dem Grundsatz der individuellen Forderung. Die Jungforschenden erhalten an mehreren Projekttagen an die jeweilige Projektphase angepasste Beratung, arbeiten jedoch von der Ideenfindung über die schriftliche Arbeit bis zur Präsentation so eigenständig wie möglich. Ganz nebenbei erlernen und vertiefen sie dabei z.B. auch den zielgerichteten Einsatz digitaler Medien und ihre sozialen Kompetenzen. Bei Schwierigkeiten und Fragen finden sie in Frau Bernhard immer eine kompetente Ansprechpartnerin. Besonders positiv an diesem Konzept ist, dass die Jungforschenden mit ihren Projekten in einer echten Lernsituationen sind, denn die Bewertung erfolgt durch die Juroren des Wettbewerbs. Neben einem engen Austausch finden iterative Arbeitsprozesse im Team, für die im Regelunterricht oft keine Zeit ist, statt. Die Güte dieses Arbeitsprozesses spiegelt sich in der Tiefe der Durchdringung des Projektthemas wider. Klar bedeutet dies viel wirklich harte Arbeit, die nicht an drei Nachmittagen erledigt ist, aber die positiven Erfahrungen, die dabei gesammelt werden, sind für alle Gold wert.

Text: Anne Bernhard; Gruppenfoto: Heike Breckle; weitere Fotos: Andreas Rudolph und HI-REG

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