Zu wissen, es wird gut

30. Januar 2026

Die 6. Klassen lernten an den Thementagen das Konzept des "Growth Mindset" kennen, mit dem sie Herausforderungen als echte Lernchance verstehen und besser bewältigen können. Anna und Leana aus der Klasse 6d geben Einblicke in den Projekttag.

"Zuerst haben wir über die Raupe geredet, die sich später in einen schönen Schmetterling entwickelt. Dies kann bedeuten, dass man zuerst denkt, man ist nicht gut, aber dann später doch erkennt, dass man in einer Sache sehr gut ist", berichtet Leana. Weil wir gar nicht wissen können, was alles in uns steckt (als Raupe), können wir an den Schmetterling denken und darauf vertrauen, dass wir mit den Aufgaben wachsen.

Anna berichtet über den Ablauf des Tages: "Wir haben ein Begleitbuch zum Projekttag gebastelt, das wir zwischendurch während der Übungen und Videos bearbeitet haben." In dem Begleitbuch können die Schüler:innen jetzt den Unterschied von Fixed- und Growth-Mindset nachlesen und auch, wie sie selbst mit ihren eigenen Herausforderungen umgehen und welche Strategien helfen, nicht zu früh aufzugeben.

"Wir haben eine Fingerübung mit einem Hasen und einem Jäger gemacht", berichtet Leana und Anna ergänzt: "Da mussten wir mit den Fingern immer wieder mit einer Hand einen Hasen formen und mit der anderen eine Pistole, also den Jäger, und das immer wieder tauschen." Beide leiten daraus eine überraschende Schlussfolgerung ab: "Wenn es nicht klappt, ist es ein Grund, sich zu freuen, weil man dann gerade lernt und die holprige Landstraße in unserem Gehirn automatisch zu einer Autobahn wird, bis wir es richtig gut können. Also: nicht aufgeben, sondern es durchziehen! In einem kurzen Video von Ronaldo haben wir gehört, dass wir Fehler machen müssen, um uns zu entwickeln. Ronaldo ist ein tolles Beispiel, um wieder aufzustehen und weiterzumachen", sind Anna und Leana überzeugt.

Das Bild zeigt zwei Schüler aus der 6d bei einer Puzzle-Übung: Beim Wiederholen verbessert sich die Geschwindigkeit erheblich. Dranbleiben lohnt sich also genauso wie die Einstellung, die Herausforderung unbedingt schaffen zu wollen.

Das kleine Wörtchen "noch" macht einen großen Unterschied in der Selbstwahrnehmung: Ich kann sagen: "Das kann ich nicht" (Fixed Mindset). Ich kann aber auch sagen: "Das kann ich noch nicht" (Growth Mindset). Bei einer weiteren Übung konnten die Schüler:innen eigene Herausforderungen bewerten: Bin ich da eher fixed-ablehnend oder growth-engagiert-zuversichtlich. So konnten die Schüler:innen ihrer eigenen Haltung auf die Spur kommen, bowor es daran ging, sich selbst Mutmacher in verschiedenen Formen zu basteln.

 

Text: Anna Sawtschenko und Leana Bely, Klasse 6d/Wolff; Fotos: Wolff

Zurück