#wirsindviele - 6. PoetrySlam

 

1. Juni 2024

Tränen, Lacher und frenetischer Applaus: 20 Jugendliche aus 12 Klassen von Corvi, BBS und KGS trugen am 31. Mai 2024 beim 6. Northeimer PoetrySlam vor 650 Zuschauenden in der Stadthalle ihre Texte vor. Und die hatten es in sich.

Das Textheft mit allen Texten gibt es zum Preis von 3€ in den Buchhandlungen Papierus und Grimpe.

Ein HNA-Bericht liegt in der Presseschau.

Begrüßung und Dank

Sichtlich erfreut begrüßte Organisatorin Sylvia Ernst vom Förderverein Stadthalle die vollen Ränge in der Stadthalle. Ausdrücklich dankte sie den Sponsoren, die sie für das Großprojekt zusammengetrommelt hatte: Die KSN-Stiftung, die Stadt Northeim, die Jugendstiftung des Landkreises Northeim, der Landschaftsverband Südniedersachsen, die Fördervereine der KGS Moringen, der BBS I Northeim und des Corvi sowie Erika Riedel. Das Projekt wurde außerdem im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von der „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Northeim“ gefördert.

"Hier stehen heute nur Gewinner"

Anschließend trat als featuring Artist der erfahrene PoetrySlammer Thorben Schulze auf und beeindruckte mit einem ebenso ausführlichen wie pointierten Tautogramm auf den Buchstaben A. Mit viel Gespür für das richtige Timing brachte er das Publikum in Stimmung und provozierte zahlreiche Lacher, sodass anschließend die ersten 10 Slammer:innen in bereits bekanntem Rahmen ihre Texte präsentieren konnten. Thorben las nach der Pause zum Start der Blöcke 3 und 4 einen weiteren Text, wie ein PoetrySlammer in der Bäckerei ein Brot bestellen würde.

Starke Texte

Die ersten beiden Abstimmungen konnten Faye Pannhausen und Anna Kuhlmann, beide von der KGS Moringen, mit dem jeweils stärksten Beifall für sich entscheiden. Sie überzeugten mit starken Texte über "unsere Generation" und einem "Raum voller Mut". Moderator Felix Römer, selbst deutscher Meister im PoetrySlam, betonte aber ausdrücklich, dass diese Entscheidungen eigentlich paradox seien, da an diesem Abend ausschließlich Gewinner, nämlich Auserwählte ihrer Klassen, mit obendrein gänzlich unvergleichlichen Texten auf der Bühne der Stadthalle Northeim stünden.

 

Abschiedsvorstellung

Mit ihren Auftritten hat die Band Schulgeschichte geschrieben. Die sechs Corvinianer:innen Hanna Wegener, Danela Lehne, Collin Nolte, Toni Zepf, Levin Hädrich und - last but not least - Joshua Haase haben innerhalb von drei Jahren zu einem ganz eigenen, beeindruckenden Sound gefunden. "Ich hab gehört, ihr löst euch auf. Ist was dran an dem Gerücht?", fragte Felix Römer die sechs nach der Pause auf der großen Bühne. Bandsprecherin Toni Zepf: "Wir arbeiten schon jetzt an einem Comeback."

#wirsindviele

Leon Brandfaß konnte das Publikum mit seinem vom Titel der Veranstaltung inspirierten Text "Wir." überzeugen. Er gewann die dritte Runde. Emilia Bührmann zeigte in der letzten Runde eine starke Performance ihres sehr persönlichen Textes "Kabelsalat". Beide Schüler:innen gehen auf das Corvi. Die Schüler:innen der BBS1 waren gut im Rennen und boten ganz starke Texte, beispielhaft seien Nicole Krämer mit dem hochpoetischen "Puppenspieler" und Alissa Ilgner mit dem dramatischen "Ein Haken" genannt. Sie konnten zwar - im Gegensatz zum letzten Jahr - keine Runde für die BBS1 entscheiden, erhielten aber viele positive Rückmeldungen zu ihren Texten. Auch das gehört zu den Paradoxien eines PoetrySlams.

 

Den PoetrySlam haben von schulischer Seite Katja Fischer, Claudia Seidel und Marco Wolff (Corvi) sowie Rebecca Schmidt (BBS1) und Alexandra Fiedler (KGS) organisiert. Ein großer Dank geht an Sylvia Ernst vom Förderverein Stadthalle für die verantwortliche Organisation, dem Jahrgang Q1 für die Organisation und Durchführung des Caterings und an Andreas Hädrich für die technische Unterstützung von "The Box".

Text, Fotos: Wolff

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