Schokolade muss nicht nur gut schmecken
30. Januar 2026
Der Jahrgang 7 untersuchte im Rahmen der Thementage 2026 das Produkt Schokolade. Neben dem Geschmack ist die Produktbiografie entscheidend. Denn bei der Herstellung mancher Schokolade geschieht großes menschliches Leid. Tipps für den Konsum ohne schlechtes Gewissen gibt es hier von den berichtenden Schüler:innen...
Den Siegeln auf der Spur
von Johanna Moormann, Klasse 7a
Am 29.01.26 ist die 7a und der ganze siebte Jahrgang zu einem einstündigen Ausflug in die Stadt gegangen - aber nicht nur einfach so, denn wir hatten eine bestimmte Aufgabe: Wir mussten Siegel finden. Und wenn ihr euch jetzt denkt: „Hä, was sind denn Siegel?", dann solltet ihr euch diesen spannenden Text über unseren Ausflug in Kleingruppen unbedingt durchlesen! Jede Gruppe hatte die Aufgabe, verschiedene Siegel auf Lebensmittelverpackungen zu finden, zum Beispiel das UTZ Siegel, Demeter, das EU-Biosiegel, das Fairtrade Siegel und das Rain Forrest Alliance Siegel. Ihr habt doch bestimmt alle schon mal diese Zeichen auf einer Verpackung gesehen, zum Beispiel einen Frosch in einem Kreis, oder? Wir haben uns ja im ganzen BNE-Projekt damit beschäftigt, wie die Schokolade, die wir essen, überhaupt entsteht, also wie die Menschen leben, die Kakao herstellen oder wie die Umwelt belastet wird durch die Kakaoplantagen.
Es ist also gut, wenn ihr beim Einkaufen darauf achtet, ob eines oder mehrere der Siegel auf der Packung sind. Wenn man diese Produkte kauft, bedeutet das, man unterstützt die Organisationen, die dabei helfen, dass die Umwelt geschont wird und die Arbeitsbedingungen auf dem Feld für die Erntehelferinnen und -helfer fair sind. Die Fairtrade Organisation kämpft zum Beispiel gegen Kinderarbeit. Das ist ein großes Problem in vielen Ländern, die Kakao anbauen, z.B. an der Elfenbeinküste, oder in Indien.
Betreuende Lehrkraft: Dr. Maria Siegesmund u.a.
Schokolade – mehr als nur eine Süßigkeit
von Carlotta Fabrile und Mary Maroun aus der Klasse 7b
In den Jahrgängen 5 bis 11 fanden auch in diesem Jahr die Thementage statt. Im Jahrgang 7 haben wir uns mit dem dem Thema BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) beschäftigt. Als Nachhaltigkeitsprojekt hatten wir das Thema „Schokolade“.
Vorsicht Kinderarbeit!
Am Mittwoch haben wir eine Abstimmung über die Lieblingsschokolade im Rahmen der Klasse 7d durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass viele Milka und Lindt bevorzugen. Außerdem haben wir auch einen Geschmackstest durchgeführt, in dem auch etwas unbekanntere Schokoladenmarken, wie „Die gute Schokolade“ oder „Alpia“ sehr beliebt waren. Aber was steckt wirklich hinter diesen Schokoladenmarken? Wir haben uns einen Dokumentationsfilm angeschaut, in dem uns klar gemacht wurde, dass hinter unserer Süßigkeit für zwischendurch viel Kinderarbeit steckt. Viele Kinder arbeiten fast 50 Stunden in der Woche, statt zur Schule zu gehen und die Arbeitsbedingungen sind schlecht.
Ökologische, Ökonomische und Soziale Aspekte, spielen eine ganz große Rolle im Bereich der Nachhaltigkeit. Viele Marken oder Siegel fördern diese Aspekte nicht. Zum Beispiel findet man viel Kinderarbeit beim Pflücken von Kakaobohnen (sozialer Aspekt). Es wird auch viel mit Pestiziden oder Herbiziden gearbeitet (ökologischer Aspekt). Die Arbeitskräfte kriegen meist fast bis gar kein Geld (ökonomischer Aspekt) und müssen sich so über Wasser halten. Das ist schwierig.
Mit dem Siegel zur sozial vorbildlichen Schockolade
Am Donnerstag haben wir uns mit den Nachhaltigkeitssiegeln beschäftigt. Es hat sich herausgestellt, dass viele Marken, wie Ferrero, Storck, Alpia, Lindt und Milka keine Angaben machen zu den Arbeitsbedingungen und den Kakaoplantagen generell. Es gibt ein paar Siegel, die versichern, ohne Kinder zu arbeiten. Anschließend sind wir noch in die Stadt gegangen, um zu erkunden, welche Lebensmittel fair produziert werden. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass man beim Einkaufen für gute Qualität mehr zahlen muss, aber dann sicher sein kann und mit einem guten gewissen die Schokolade genießen kann. Marken, wie Fairtrade, Demeter oder UTZ helfen dabei.
Fotos: Pia Burandt






