Mit Pauken und Trompeten
18. März 2026
120 Corvinianer:innen musizierten und tanzten sich in die Herzen des Publikums: Die Musi-Abende 2026 in der Stadthalle sorgten für Gänsehaut und Begeisterungsstürme. Zu recht, denn die Musik-AGs und die Zirkus-AG boten Unterhaltung und Professionalität vom Feinsten...
Lady Madonna in funkigem Gewand
Die Jazzband unter der Leitung von Mirko Heimerl eröffnete den Abend gutgelaunt mit dynamischen Big-Band-Klängen. Santiago Kirchhoff an der Klarinette und Timo Krohn an der Posaune sorgten mit ihren ausgedehnten perlenden Soloeinlagen für besonders starken Szenenapplaus. Eine rhythmische Kostbarkeit bot die Jazzband zum Abschluss, als ganz neue Klänge mit einem Funk-Arrangement des Beatles-Klassikers Lady Madonna zu hören waren.
Positives Energiezentrum
Marlene Dörnenburg ließ ihre große Zirkus-AG in eine faszinierende Unterwasserwelt abtauchen. Mit bezwingender Fröhlichkeit zeigten sie in einer wieder einmal ausgesprochen ansprechenden musikalischen und visuellen Atmosphäre ihre Zirkusfähigkeiten.
ChORVINIS und Ars Musica Vocalis
Die Chöre des Corvi zeigten hohe Vokalkunst mit abwechslungsreicher Choreographie. Claudia Siebert-Lange eröffnete den Chor-Reigen erfrischend mit den Jüngsten. Die ChORVINIs sangen mit Unterstützung einiger Älteren.
Die Ars Musica Vocalis entzückte mit einem Disney- und Broadway-Medley. Emma Steinmetz überraschte dabei mit einer ausgesprochen klaren und ausdrucksstarken Solo-Einlage. Der Chor bot fein abgestimmtes Zusammenklingen unter der Leitung von Gregor Wunderlich.
Singende Lehrkräfte
Einen musikalischen und unterhaltsamen Einstieg in den zweiten Teil des Abends bot der Chor der Lehrkräfte. Thomas Constien gab den Chorleiter, der sich selbst immer wieder zu Operneinlagen hinreißen ließ. Er nahm seine Mitsänger:innen –starkes Solo: Doortje Hundt – mit auf eine opereske musikalische Reise.
Großes Programm der Capella
Den krönenden Abschluss bot das Corvi-Sinfonieorchester Capella Corviniensis mit einem Jubiläumsprogramm. Herausragend war der Hummelflug von Rimsky-Korsakow mit einem brillant aufspielenden Hauke Ferber am Solo-Fagott. Definitiv grandios waren auch die zwei Stücke von Schostakovisch: Ein Walzer, der mit seiner überwältigend tiefsinnig-melancholischen Melodie die Stadthalle erfüllte, was den fantastisch aufspielenden Blasinstrumenten mit Erik Meyer an einer starken Tuba und den geschmeidig und harmonisch spielenden Streichern zu verdanken ist. Der souverän bewältigte Marsch zeigte mit hohem Tempo und weitem Ambitus die überragende Professionalität des Schulorchesters, das – verstärkt mit einigen Ehemaligen und Lehrkräften – keine Wünsche offen ließ und wahrlich seines Gleichen sucht.
Thomas Constien, der das Orchester nach 36-jähriger Leitung zum Schuljahresende abgibt, gelang es erneut, sein konzentriertes und pointiertes Dirigat auf die fast 70 Orchestermitglieder zu übertragen. Zu recht gab es für seine Leitungsleistung Standing Ovations im Rang und auf der Empore in der ausverkauften Stadthalle an diesem Premierenabend. Beinahe gelang es dem hingerissenen Publikum durch das Erzwingen mehrerer Zugaben, den Magister Musikus erfolgreich an seiner anstehenden Pensionierung zu hindern.
Text, Fotos: Wolff






